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Sechs Regionen – ein Ziel: Unter diesem Motto steht das Programm Interreg IV Italien-Österreich 2007-2013, das Teil der Programme zur europäischen Regionalzusammenarbeit 2007-2013 ist und vom Europäischen Regionalentwicklungsfond (ERDF) finanziert wird, um eine ausgeglichene und nachhaltige Entwicklung sowie einen harmonischen Integrationsprozess der sechs Grenzregionen zwischen Italien und Österreich zu fördern.

Das Programm knüpft an die erfolgreiche Erfahrung von INTERREG IIIA Italien – Österreich (2000 -2006) an, in dessen Rahmen 213 Projekte zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit insgesamt mehr als 77 Millionen Euro finanziert worden waren, und bietet eine Finanzierungsbeteiligung für österreichisch-italienische Kooperationsprojekte, die, unter anderem, auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen und der Wettbewerbsfähigkeit, auf den Schutz der Umwelt und eine nachhaltige Entwicklung der Regionen abzielen.

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Die finanziellen Ressourcen für das aktuelle Programm belaufen sich auf mehr als 80 Millionen Euro, und die den Begünstigten zugestandene maximale öffentliche Finanzierung macht 85 % der zulässigen und genehmigten Gesamtkosten aus. Die restlichen 15 % werden durch nationale Kofinanzierung abgedeckt; auf diese Weise ist eine Beteiligung des Projektpartners mit zusätzlichen Ressourcen nicht mehr obligatorisch, sondern stellt lediglich einen vorteilhaften Faktor dar, der in der Bewertungsphase eines Vorschlags entsprechend positiv berücksichtigt wird: Die maximale, den Partnern genehmigte öffentliche Finanzierung kann sich somit auch auf 100 % der zugelassenen Finanzierungskosten belaufen.

Der Zugang zu den Finanzierungen ist an die Vorlage eines Projektvorschlags in Bezug auf die Anzeigen und Bekanntmachungen geknüpft, welche die Programmleitungsbehörde in periodischen Abständen veröffentlicht. Die einzuhaltenden Fristen und die Vorlagemodalitäten der Projektvorschläge werden in diversen Tageszeitungen und auf der Homepage www. interreg.net veröffentlicht. Zu den potenziellen Begünstigten gehören: öffentliche und private Konsortien, Entwicklungsagenturen, Wissenschafts- und Technologieparks, Industriegebiete, Business-Innovation-Center, regionale Finanzagenturen, Handelskammern, Universitäten, Schul-, Forschungs- und Bildungsinstitutionen, NGO's und gemeinnützige Vereine, Verwalter und Betreiber der Schutzgebiete, Fonds, Messeinstitutionen, Fremdenverkehrsbetreiber, eigenständige oder einer Gesellschaft zugeordnete Wirtschaftsinstitutionen, Organisationen für grenzüberschreitende Entwicklung bzw. für die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen, andere Begünstigte, deren Tätigkeiten mit den Programmschwerpunkten in Einklang stehen. Die wichtigste Voraussetzung für den Zugang zum Programm bildet die Beteiligung von mindestens zwei Begünstigten bzw. Leistungsempfängern, die jeweils einem der beiden Mitgliedsstaaten des Programms, also Italien und Österreich, angehören müssen.

Die mit dem gesamten Programm befasste gemeinsame Verwaltungsbehörde und das Technische Sekretariat werden von der Autonomen Region Bozen verwaltet, während in jeder einzelnen der am Programm teilnehmenden Regionen eine regionale Koordinationsbehörde eingerichtet wurde, welche den betroffenen Personen und Institutionen Informationen liefert bzw. diesen in allen Phasen des Programms unterstützend zur Seite steht.

Das Programm ist grob nach zwei Schwerpunkten gegliedert: Priorität 1: Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen, der Wettbewerbsfähigkeit und der Diversifizierung der Unternehmenslandschaft, und Priorität 2: Regionale Entwicklung und Nachhaltigkeit.

Im Rahmen des ersten Schwerpunkts sind projektbezogene Maßnahmen und Eingriffe in folgenden Themenbereichen vorgesehen: Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen, Maßnahmen im Bereich Fremdenverkehrsmarketing- und -kooperation, Forschung, Innovation und Informationsgesellschaft, Ressource Mensch und Arbeitsmarkt. Der Schwerpunkt der zweiten thematischen Achse liegt bei Aspekten, welche die Naturschutzgebiete betreffen: Natur- und Kulturlandschaft, Umweltschutz und Biodiversität; Katastrophenprävention, Prävention von technologischen Risiken und Zivilschutz; erneuerbare Energien, Wasserressourcen, Speicherungs- und Entsorgungssysteme; Organisationen für grenzüberschreitende Entwicklung, politische, soziale und wirtschaftliche Partnerschaften Netzwerke, städtische und ländliche Systeme; Zugänglichkeit der Dienstleistungen im Bereich Transport, Verkehr, Telekommunikation bzw. andere Dienstleistungen; Kultur, Gesundheit und Soziales.